Energieberatung mit staatlicher Förderung 
 
Energieeinsparung ist ein Thema, das alle betrifft. Vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung und der weltweiten Ressourcenknappheit gewinnt das Thema Energie für jeden einzelnen an Bedeutung.  In diesem Zusammenhang wurde von der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) zum 1. Mai 2008 eine neue Richtlinie über die Förderung der Energieberatung erlassen. Mit den neuen Fördermaßnahmen der BAFA ist es möglich eine staatliche Förderung für eine unabhängige und zertifizierte Energieberatung und für das Erstellen eines Energieausweises zu bekommen. Dies war bisher ausgeschlossen. Energieausweise müssen laut gesetzlicher Regelung bei Verkauf oder Vermietung vorliegen.Hierbei gelten unterschiedliche Übergangsfristen. Bei Nichteinhaltung droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 15.000 Euro. 
 
 
Wie hoch ist die Förderung?
Der Zuschuss für eine sogenannte „Vor-Ort-Beratung“ wurde deutlich erhöht und beträgt nun 800 € für Ein- und Zweifamilienhäuser bzw. 1100 € für Wohnhäuser mit mindestens 3 Wohneinheiten.
 
Was wird gefördert?
Die Förderung bezieht sich auf komplette Wohngebäude, bei denen der Bauantrag vor dem 31.12.1994 gestellt wurde. Neben Eigentümern können sich auch Mieter bzw. Pächter beraten lassen, wenn eine Erlaubnis des Eigentümers vorliegt. 
 
Was beinhaltet die Energiesparberatung?
Bei der „Vor-Ort-Beratung“ für Wohngebäude wird das Gebäude zuerst untersucht und darauf aufbauende Vorschläge für sinnvolle Sanierungsmaßnahmen unterbreitet. Somit wird der Eigentümer in seiner Entscheidung für Sanierungsmaßnahmen unterstützt.  
 
Wann ist eine Energieberatung sinnvoll?
Eine Energieberatung sollte immer beauftragt werden, wenn Veränderungen am Gebäude geplant sind. Schon der Austausch der Fußböden oder das Streichen der Fassade kann zu doppelten Kosten führen, wenn später z.B. ein Wärmedämmverbundsystem auf der Fassade aufgebracht wird.Energieberatung ist natürlich in jedem Fall bei geplanten Energiesparmaßnahmen sinnvoll, um feststellen zu lassen, welche Maßnahmen für das individuelle Gebäude bei größtmöglicher Energieeinsparung am wirtschaftlichsten sind. 
 
Folgende Maßnahmen werden in einer Energieberatung bezüglich Wirtschaftlichkeit und Energieeinsparpotential überprüft: Verbesserung der thermischen Hülle bei Wänden, Fenstern, Dach und Decken. Optimierung der technischen Anlagen wie Heizungsanlage und Warmwasserversorgung.Einsatz von erneuerbaren Energien z.B. Sonnenkollektoren, Holzheizung. Anhand der ermittelten Daten wird überprüft, welche Fördermittel für die Sanierung bereitgestellt werden, z.B. zinsgünstige Kredite bzw. Zuschüsse von der KfW Förderbank.  
 
Wer darf beraten?
Die Vor-Ort-Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden wird von speziell vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zugelassenen Energieberatern durchgeführt. Diese sind unabhängig und verfügen über entsprechende fachliche Qualifikationen und nur diese dürfen die Förderung beantragen.