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Modul 2: Energieberatung DIN V 18599

Gefördert werden Energieberatungen für Nichtwohngebäude im Bestand und im Neubau, die es ermöglichen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien in den Planungs- und Entscheidungsprozess einzubeziehen und damit die Effizienzpotentiale zum individuell günstigsten Zeitpunkt auszuschöpfen.

Gegenstand der Förderung:

Ein förderfähiges energetisches Sanierungskonzept zeigt auf, wie ein Nichtwohngebäude

Schritt für Schritt über einen längeren Zeitraum durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen umfassend energetisch modernisiert werden kann (Sanierungsfahrplan) oder wie durch eine umfassende Sanierung der Standard eines bundesgeförderten BEG-Effizienzgebäudes zu erreichen ist (Sanierung in einem Zug).

Eine Neubauberatung für Nichtwohngebäude wird gefördert, wenn sie ein bundesgefördertes Effizienzhaus zum Ziel hat.

Höhe der Förderung:

Die Förderhöhe beträgt 80 % des förderfähigen Beratungshonorars, maximal jedoch 8.000 Euro. Die genaue Höhe hängt von der Nettogrundfläche des betreffenden Gebäudes ab:

Nettogrundfläche unter 200 m2: Zuschuss maximal 1.700 Euro;

Nettogrundfläche zwischen 200 m2 und 500 m2: Zuschuss maximal 5.000 Euro;

Nettogrundfläche mehr als 500 m2: Zuschuss maximal 8.000 Euro.

 
Energieberatung für Wohngebäude (WG) mit staatlicher Förderung 
 
Energieeinsparung ist ein Thema, das alle betrifft. Vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung und der weltweiten Ressourcenknappheit gewinnt das Thema Energie für jeden einzelnen an Bedeutung.  In diesem Zusammenhang wurde von der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) zum 1. Mai 2008 eine neue Richtlinie über die Förderung der Energieberatung erlassen. Mit den neuen Fördermaßnahmen der BAFA ist es möglich eine staatliche Förderung für eine unabhängige und zertifizierte Energieberatung und für das Erstellen eines Energieausweises zu bekommen. Dies war bisher ausgeschlossen. Energieausweise müssen laut gesetzlicher Regelung bei Verkauf oder Vermietung vorliegen.Hierbei gelten unterschiedliche Übergangsfristen. Bei Nichteinhaltung droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 15.000 Euro. 
 
 
Wie hoch ist die Förderung?
Der Zuschuss für eine sogenannte „Vor-Ort-Beratung“ wurde erneut deutlich erhöht und beträgt nun 1.300 € für Ein- und Zweifamilienhäuser bzw. 1.700 € für Wohnhäuser mit mindestens 3 Wohneinheiten.
 
Was wird gefördert?
Die Förderung bezieht sich auf komplette Wohngebäude, bei denen der Bauantrag vor min 10 Jahren gestellt wurde. Neben Eigentümern können sich auch Mieter bzw. Pächter beraten lassen, wenn eine Erlaubnis des Eigentümers vorliegt. 
 
Was beinhaltet die Energiesparberatung?
Bei der „Vor-Ort-Beratung“ für Wohngebäude wird das Gebäude zuerst untersucht und darauf aufbauende Vorschläge für sinnvolle Sanierungsmaßnahmen unterbreitet. Somit wird der Eigentümer in seiner Entscheidung für Sanierungsmaßnahmen unterstützt. Die wird in Einzelschritten und als Gesamtkonzept (Effizienzhaus) dargestellt.
Auch ein iSFP kann erstellt werden, dies ist aber nur in Einzelfällen sinnvoll, da der Bericht zwar übersichtlich aber in seinem Umfang sehr eingeschränkt ist.
 
Wann ist eine Energieberatung sinnvoll?
Eine Energieberatung sollte immer beauftragt werden, wenn Veränderungen am Gebäude geplant sind. Schon der Austausch der Fußböden oder das Streichen der Fassade kann zu doppelten Kosten führen, wenn später z.B. ein Wärmedämmverbundsystem auf der Fassade aufgebracht wird.Energieberatung ist natürlich in jedem Fall bei geplanten Energiesparmaßnahmen sinnvoll, um feststellen zu lassen, welche Maßnahmen für das individuelle Gebäude bei größtmöglicher Energieeinsparung am wirtschaftlichsten sind. 
 
Folgende Maßnahmen werden in einer Energieberatung bezüglich Wirtschaftlichkeit und Energieeinsparpotential überprüft: Verbesserung der thermischen Hülle bei Wänden, Fenstern, Dach und Decken. Optimierung der technischen Anlagen wie Heizungsanlage und Warmwasserversorgung.Einsatz von erneuerbaren Energien z.B. Sonnenkollektoren, Holzheizung. Anhand der ermittelten Daten wird überprüft, welche Fördermittel für die Sanierung bereitgestellt werden, z.B. zinsgünstige Kredite bzw. Zuschüsse von der KfW Förderbank.  
 
Wer darf beraten?
Die Vor-Ort-Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden wird von speziell vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zugelassenen Energieberatern durchgeführt. Diese sind unabhängig und verfügen über entsprechende fachliche Qualifikationen und nur diese dürfen die Förderung beantragen. 

Energieausweise für Wohn- und Nichtwohngebäude

Wie viel Energie im eigenen Haus verbraucht wird, ist vielen Hausbesitzern nicht bekannt. Anders sieht es beim eigenen Auto aus: die meisten Autofahrer kennen den Benzinverbrauch ihres Fahrzeuges. Hier ist zwar auch die individuelle Fahrweise für den Verbrauch mitentscheidend, aber bei der Kaufentscheidung kann entschieden werden, ob  ein Auto mit hohem oder niedrigem Verbrauch gekauft wird.
 
Im Eigenheim gestaltet sich dies schwieriger, da  zwar Strom- und Öl- bzw. Gasverbräuche bekannt sind, aber die Gesamtenergieverbräuche lassen sich nicht auf den ersten Blick erkennen. Bei Häusern hängt der Energieverbrauch sehr stark von der individuellen Nutzung ab, z.B. von der gewählten Wasser- bzw. Raumtemperatur, der Anzahl der beheizten Räume, dem Warmwasserverbrauch und dem Lüftungsverhalten.
Der Energieausweis bietet hier Aufklärung: Er beschreibt den energetischen Zustand eines Gebäudes und zeigt an einer Farbverlaufsskala den Energiebedarf des Gebäudes. Außerdem werden Modernisierungsmaßnahmen aufgezeigt und ein aussagekräftiger Vergleich zwischen verschiedenen Gebäuden ist anhand der Farbskala möglich.
 
Sinn und Zweck des Energieausweises:
- stuft Gebäude aufgrund ihrer energetischen Effizienz ein
- ist ein Medium zum Vergleich der energetischen Gebäudequalität
- gibt Anhaltspunkte für die zu erwartenden Energiekosten  
- ist durch die empfohlenen Modernisierungsmaßnahmen eine Planungs- und Investitionshilfe
- ist ein Marketinginstrument bei Vermietung und Verkauf
- will zu Modernisierungen ermutigen, um den CO2 Ausstoß zu vermindern
 
Dabei ist zu berücksichtigen, dass der tatsächliche Energiebedarf abhängig ist von klimatischen Einflüssen und dem Verhalten der Nutzer des Gebäudes. 
Ein Energieausweis ist in jedem Fall 10 Jahre gültig und darf nur von entsprechend qualifizierten Personen erstellt werden (§21 EnEV).
Wann ist der Energieausweis Pflicht?
Seit 2002 ist der Energieausweis für alle Neubauten Pflicht.
Für alle anderen Wohn- und Nichtwohngebäude gelten bei Vermietung und Verkauf für  den Energieausweis Fristen, wie in der folgenden Darstellung veranschaulicht:
 
Es gibt 2 Arten des Energieausweises:
- der Verbrauchsausweis
- der Bedarfsausweis
Welchen Energieausweis benötigt Ihr Gebäude ? 
 
 
Was ist ein Verbrauchsausweis?
Er gibt den gemittelten und über Wetterdaten angepassten Energiebedarf (Strom, Heizöl etc.) an, den die Bewohner in den letzten 3 Jahren verbraucht haben. Das Ergebnis ist stark vom individuellen Nutzerverhalten abhängig und ist für eine sinnvolle energetische Bewertung des Gebäudes nicht genügend aussagekräftig. Zum Beispiel kann ein Verbrauchsausweis dann gut ausfallen, wenn in einem energetisch schlechten Gebäude wenig geheizt wird. 
Mieter sollten daher bei Verbrauchsausweisen Vorsicht walten lassen.
 
Was ist ein Bedarfsausweis?
Er beinhaltet objektive Angaben zum Energiebedarf von Wohngebäuden. Hier liegen technischen Untersuchungen des Gebäudes und der Heizungsanlage zugrunde. Diese Angaben sind nicht vom Nutzungsverhalten abhängig.
Grundsätzlich empfohlen ist der Bedarfsausweis.
 
Seit dem 1. Mai 2008 ist es möglich eine staatliche Förderung für eine unabhängige und zertifizierte Energieberatung und für das Erstellen eines Energieausweises zu bekommen. Dies war bisher ausgeschlossen.
Daher ist es sinnvoll den Bedarfsausweis im Rahmen einer von der BAFA geförderten Energieberatung ausstellen zu lassen. Dies ist meist günstiger und aussagekräftiger als der reine Bedarfsausweis.